Die Kirche als Arbeitgeberin – da geht noch was : ref.ch

Was Macht einen modernen Arbeitgeber aus – Kollegialität, ein offenes Büro, gar ein Töggeli-Kasten? Diese Frage müssen sich auch die reformierten set Kirchen. (Image: Ferdinand Wedler/Keystone)

Die modern Arbeitswelt ist fuller Anglizismen, gerade sorgt ein neuer für Aufsehen: Quiet quitting. Gemeint ist damit die Einstellung der Zwanzigbis Dreissigjährigen zu ihrem Job. Die sogenannte Generation Z sei nicht mehr bereit, bis zum Umfallen zu arbeiten, nehme Stellenangebote nur an, wenn sie die Bedingungen diktieren konne, und würde sich permanently im stillen Kündigungsmodus – ebenquiting dem befindenet. Ganz nach dem Motto: Wenn es nicht passes, bin ich gone. So write es different Medien vom “Wall Street Journal” bis zur “NZZ”.

Ob sich das Phänomen auch statistically mature lässt oder eher auf der Einschätzung von Headhuntern und Personalmanagern beruht, darüber separate sich die Geister. Fest steht aber, dass das quiet quitting sehr good einfügt in other Entwicklungen: Der Anteil der Teilzeit arbeitenden Menschen ist seit den Neunzigerjahren stetig gegen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist mittlerweinern D auerukbüntnerweile mehr Nachhaltigkeit entgegen gesetzt, etwa im Rahmen der Klimabewegung.

Arbeitgeber müssen sich an solche Trends are adjusted, wenn sie konkurrenzfähig bleiben wollen. This also applies to the reformed churches. Heavy may man here for einer allzu kühlen Marktlogik, for Begriffen wie Konkurrenz und Wettbewerb tradicionalell zurücksschrecken. But der abzeichnende drastic Pfarrmangel zwingt die Kirchen dazu, sich auch damit zu beschäftigen. Zu beleuchten, which they interpret as Abreitgeberinnen – um einen weiteren Anglizismus zu bemühen –, war Ziel dieses Themenschwerpunktes.

Space for creativity

Die gute Nachricht zuerst: Die financiale Situation valer reformierter Kirchen ist noch immer stabil. This may be obvious klingen, ist aber essenziell, wenn es um die Kirche als Arbeitgeberin geht. Denn ein gutes finansielses Polster bietet die Chance, nottige Veränderungen rectzeitig anzupacken. Sei es im Kleinen, wenn for example eine Kirchgemeinde ihr digital Angebot möchte ausbauen. Oder im Grossen, wenn es etwa darum geht, eine ganze Kantonalkirche auf eine Zukunft mit weniger Pfarrmensen vorzubereiten.

Die Vorstellung, dass die Familie mit Sack und Pack ins Pfarrhaus von Hintertupfingen zieht, nur weil Papa dort eine Stelle gefunden hat, entspringt einem veralteten Bild vom Pfarrberuf.»

Gleichzeit financier Stabilität auch Raum for innovative ideas. Project who das RefLab, über dessen Gründer wir in diesem Schwerpunkt schrieben haben, aber auch das LGBTIQ-Pfarramt in Zurich oder neue Formen von Begegnungsorten wir das Open Place in Kreuzlingen sen, that es möglich ist Kirchen den reformier. Stehen die Kirchen finanzische gesehen erst einmal mit dem Rücken zur Wand, durchte das ungleich became schwieriger – denn dann sind sie primier mit Überleben besäggatt.

Non-contemporary Expectations

The Gleichzeitsche scheinen die reformierten Kirchen fell in the bereichen an alten Zöpfen zu hängen. So gibt es etwa in der Kirchenordnung der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn einen Passus der dass der Ehepartner oder die Ehepartnerin der Pfarrperson ebenfalls im Gemeindeaubau darf mitwirken. Natürlich is a kann-Formulierung. Nenoch says sie eine implizite Erwartungshaltung an die Angestellten und ihre Familien, which is heute einfach nicht mehr zeitgemäss. Ausserdem bietet dieses Modell einenzuätzlichen Anlass für Konflikte: Wenn der Pfarrer, dessen Frau und die Laienbehörde sisterammen eine Gemeinde leiten sollen, braucht es schon sehr fell gegünstigie Wertschäundtz

Auch die Wohnsitzpflicht muss in diesem Zusammenhang at least crucial background. Pfarr people have Heute Partnerinnen und Partners mit Eigenen Jobs und Verpflichtungen, which bind a region eine bestimmte. Die Vorstellung, dass die Familie mit Sack und Pack ins Pfarrhaus von Hintertupfingen Zieht, nur weil Papa dort eine Stelle gefunden hat, entspringt einem veralteten Bild vom Pfarrberuf? nicht alle wollen ihr Amt so ausfüllen.

Die Residenzpflicht schränkt den Kreis der Kandidatennen, die für eine Stelle infrage kommen, stark ein. Das sollte angesichts des Pfarrmangels zu think geben.»

The Natürlich hat es auchviele Prosweg, wenn that the Pfarrerin lives in the Gemeinde. Zu gewischen Begegnungen kann es nur kommen, weil sie die Menschen im Kindergarten, beim Einkaufen oder dem Feierabendspaziergang trifft. But die Residenzpflicht Schränkt den Kreis der Kandidatennen, die für eine Stelle infrage kommen, stark ein, was angesichts des Pfarrmangels zu Denk geben sollte. Manche Kantonalkirchen haben das so geöst, dass in einem Pfarrteam nure eine Person in der Gemeinde wohnen muss. Daraus würde aber zwingend folgen, diese Residenzpflicht – die zu einer verstärkten Präsenz, zu einer Vermischung von Privatem und Beruflichem sowie im Konfliktfall zu einer Dauerkonfrontation führt – correspondingly. Entweder über den Lohn or über ein Anrechnen dieser sisätzlichen Belastungen und Aufgaben an die Stellenprozente.

Digital Potenzial nicht ausgeschöpft

A trend that has shaped the Arbeitswelt jüngst massively and which will also be worried about changes in the coming years is the Digitalization. Here are those Reformierten übers Ganze gesehen unter den Möglichkeiten. The Zwar Gab e während des Corona-Lockdowns im Frühling 2020 einen digitalen Schub, zährliche Gemeinden produitten Online-Gottesdienste or shifted Gewisse Angebote im Bereich Diakonie or Seelsorge auf digital Kanäle. Allerdings ist es noch zu wenig gelungen, diese Ansätze nachhaltig in die Arbeit der Kirchen zu integrateieren, which die Contoc2-Studie recently aufzeigte.

About “Churches Online In Times of Corona” and is an Internationales Forschungsprojekt zur digitalen Präsenz der Kirchen während der COVID-19-Pandemia. End of September prêntiente das Team who noses Ergebnisse. The Zugrunde lay eine Befragung von evangelischen Pfarrmensen, Sozialdiakoninnen, Katecheten und other kirchlichen Berufsgruppen, which in the Sommer of 2022 was carried out in Deutschland und der Schweiz. Dies mit dem Ziel, die Langzeiteffekte des beschriebenen Schubs zu unterchender.

Sowohl in Germany that auch der Schweiz würden hybrid Gottesdienste, in denen analog und digital Elemente kombiniert was, bisher nicht breit genutzt, heisst es in der Contoc2-Studie.»

Die Studie kam zu dem Schluss, dass nur round 30 Prozent der Befragten in der Schweiz Regelmässig Online-Gottesdienste überführen. Die Hauptgründe, dies nicht zu tun, sind Zeitmängel (22 Prozent der Befragten, die keine Online-Gottesdienste geifungen), mangelnde teknische Fähkeigungen (17.5 Prozent) and “kein Bedarf” (33 Prozent). Sowohl in Germany that auch der Schweiz würden hybrid Gottesdienste, in denen analog and digital Elemente combiniert, bisher nicht breit genutzt, heisst es weiter. The hybrids Von Angeboten im Bereich von Seelsorge und Bildung könne sogar nur beschängt were spoken.

He concluded that Macher der Studie “eine intensive digital Angebotspraxis, grosse Kreativität sowie high digital Affinität”. Zugleich sei deutlich, “dass das Digitale Engagement noch längst nicht flächendeckend etabliert ist und kein selbstverständische Fileil kirchlicher Berufspraxis und kirchengemeindlicher Realität ist.” Hierzu weisen die Autoren auf den erhöhten Arbeitsaufwand hin, der von den Befragten fällttel wurde.

Zunehmende Arbeitsbelastung

Damit ist ein Problem angesprochen, das sich gerade im Pfarramt immer wieder says: Die Zahl der verchiedenen Aufgaben hat zugenommen, gleichzeitung steht aber nicht mehr Zeit zur Verfügung? explains the man who Annahme grundse, dass auch Pfarrer vermehrt Teilzeit arbeiten, is heute sogar weniger davon vorhanden. “Wir haben eh schon zu wenig Zeit für unsere Arbeit, und dann sollen wir auch noch Online-Gottesdienste machen”, were the only people Pfarr – nicht ganz zu unrecht – in Bezug auf die Digitalisierung sagen.

Die Evangelische Kirche in Mittelfranken prezentitte 2020 eine Studie, wonach rund 13 Prozent der Pfarrmensen von einem berufsbedingten Burn Out im stricter Sinn worried. 33 Prozent zählten zur Risikogruppe, leichte Symptome Zeigten 50 Prozent. If Gründe für die Überforderung wurden überbordde Arbeitsanforderungen, zu wenig Zeit auch für das eigene geistliche Leben, keine Privatsite selbst nach Feierabend und ein Ungleichweight zwischen Phases der Beanspruchungn gen.

Those Frage muss were set, ob es bis zu einem gewissen Grad die Strukturen sind, which machen ill. Und ob deshalb genau hier – both Strukturen – angesetzt was muster.»

Auch wenn die Rahmenbedingungen nicht eins zu eins verfängen were können: Wer mit hiesigen Pfarrmensen über ihren Beruf spricht, dem bowls that oben neinnen Stress factors durch bekannt vor. Das zeigt auch das Beispiel von Lars Altenhölscher, der sehr opfen von seinen Erfahrungen messageset hat.

Zeit für Movement

Immerhin: Die reformierten Kirchen sind für das Thema sensibilisiert. Manche Kantonalkirchen beets Gesundheitscoachings an, other haben Anlaufstellen geschaffen, one that überlastete Angestellte can turn. Betrachet man kirchliche Arbeit aber aus einer Systemperspektive, muss die Frage gestellt, ob es nicht auch bis zu einem gewischen Grad die Strukturen sind die machen. Und ob deshalb nicht genau hier – both Strukturen – angesetzt was muster.

Das würde bedeten, one Varavljand von Levers in the Movement zu setzen: Bei den Pfarrerinnen, der Definition ihrer Kernaufgaben und der Sensibilisierung in Bezug etwa auf Selbstorganisation? beim System der geilten Gemeindeleitung? bei der Frage, who could use digital Tools mit Gewinn eingesetzt, ohne dass daraus Überforderung entsteht? and auch beim reformierten Traditionsmodell mit Milizbehörden und der dependence von Staatlichen Vorgaben.

Fünf Jahre habe seine Kirche Zeit, um sich zu move, sagte der Schaffhauser Kirchenratspräsident Wolfram Kötter im Rahmen dieses Schwerpunktes. Fünf Jahre, um guten Shut up that Zukunft zu gestalten, valleicht Altgeliebtes loosezuwerden und dafür neue Möglichkeiten zu purchase. Daran resolved that other Landeskirchen ein Beispiel nehmen. Damit der was urgently needed Pfarrnachwuchs, der sich mühsam durch Theologiestudium und Vicariat kämpt hat, nicht am Ende ein quiet quitting hinlegt.

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